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The View

„The View“ weckt Emotionen

Das limbische System steuert die menschlichen Emotionen. Es arbeitet schneller als die rationalen Teile des Gehirns, 95 Prozent aller Kaufentscheidungen fällt daher das Unterbewusstsein. Emotionen sind aber keineswegs zufällig, man kann also jede Kaufentscheidung beeinflussen, zum Beispiel durch die richtige Anordnung von Supermarktregalen. Wissenschaftliche Erkenntnisse rund um das limbische System können haben aber auch beim Neubau des Hotels „The View“ in Saalbach-Hinterglemm eine Rolle gespielt.

Seinen Mallorca-Urlaub vor drei Jahren wird Wolfgang Breitfuß nicht so schnell vergessen. Damals hatte er nämlich das Buch „Think Limbic“ des deutschen Hirnforschers Hans-Georg Häusel im Gepäck. „Das Thema Neuromarketing ist mir während meines MBA-Studiums untergekommen. Das Buch habe ich dann innerhalb von drei Tagen gelesen“, erinnert sich der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Saalbach-Hinterglemm.

SAALBACH UND DIE SIEBEN „LIMBIC-TYPES“

Hans-Georg Häusel hat sieben „Limbic-Types“ definiert. Breitfuß und seine TVB-Kollegen entschieden sich, im „Home of Lässig“, so der offizielle Saalbach-Slogan, vier davon gezielt anzusprechen: den „Offenen“ mit seiner Vorliebe für sanften Genuss, den familienorientierten „Harmoniser“, den ehrgeizigen „Performer“ und den „Hedonisten“, der durch Aktivität, Individualismus und Spontanität charakterisiert ist. „Man kann nicht mit der Gießkanne versuchen, alle Menschen zu erreichen, aber für diese vier Typen hatten wir die passenden Angebote“, sagt der seit Kurzem 50-Jährige.

Doch Wolfgang Breitfuß ist nicht nur Tourismuschef, er ist auch Hotelier. Was die Frage aufgeworfen hat: Wie setzt man die Linie, die man für die gesamte Destination mitbestimmt, im eigenen Betrieb um? Die Frage stellte sich umso mehr, weil 2021 der größte Umbau in der Geschichte seines Traditionshauses anstand. Die Antwort war eine komplette Neuausrichtung bis hin zur Änderung des Namens: Aus dem Hotel Sonnblick wurde „The View“.

EIN HOTEL FÜR HEDONISTEN

Oder auf die Limbic-Types bezogen: „Vom Angebot und auch vom Preisniveau im 3*S-Segment her haben die Hedonisten am besten zu uns gepasst. Die wollten wir vor allem in der Vor- und Nachsaison herlocken, denn um den Winter und den Hochsommer müssen wir uns in unserer Gegend ohnehin keine Sorgen machen.“ Das limbische System bietet mehrere Möglichkeiten, Hedonisten anzusprechen. Gerüche und Farben – hier insbesondere Grün- und Brauntöne – gehören dazu, aber auch (architektonische) Formen. Ein Fall für die HOGAST und einen ihrer Lieferpartner.

„Es ist schwierig, für ein so großes Projekt ganz allein den richtigen Partner zu finden“, räumt Breitfuß ein, „also habe ich die HOGAST um Hilfe gebeten. Ich habe sehr schnell eine Liste mit Innenausstattern erhalten, auf der unter anderem UNYKAT draufgestanden ist. Parallel habe ich selber ein bisschen im Internet recherchiert und bin ebenfalls auf UNYKAT gestoßen. Bei einem Telefonat mit HOGAST-Projektberater Thomas Kainz habe ich dann noch erfahren, dass diese Firma gerade bei unseren Nachbarn das Hotel Salzburg neu einrichtet. Damit war die Sache für mich eigentlich klar.“

Foto: The View/Christian Woeckinger

THE VIEW GEWÄHRT EIN-, DURCH- UND AUSBLICKE

Bestärkt wurde er durch die Begeisterung von Designer Erwin Pichlmann für das limbische Konzept. „Er hat sich nach den ersten Kennenlerngesprächen, in denen ich ihm die Grundidee erklärt habe, intensiv in das Thema reingearbeitet und das Design perfekt abgestimmt.“ Bereits im Empfangsbereich finden die Gäste statt einer Rezeption einen großzügigen „Living Room“ vor. Dank vieler Glaselemente erfährt man auch im Hotelinneren ein Gefühl von Weite und Freiheit. „The View“ bezeichnet so gesehen auch auf die vielen EinBLICKE und DurchBLICKE.

Vor allem bezieht sich der neue Hotelname aber die AusBLICKE, die man von der Dachterrasse über Hinterglemm und die umliegende Bergwelt genießt. „Wir Einheimischen sind da vielleicht schon ein bisschen zu abgebrüht. Aber jedes Mal, wenn ich mit Gästen raufkomme, sehe ich ihre Reaktionen und denke mir: Das sind genau die Emotionen, die wir mit ‚The View‘ wecken wollen“, freut sich Wolfgang Breitfuß.

NOSTALGIE IN DER SONNBLICK-STUBN

Auch „Sonnblick-Nostalgiker“ kommen nicht zu kurz. Eine der Gaststuben im neuen Restaurant wurde nach dem alten Hotel benannt. Dort findet man Bilder, mit denen an die lange Geschichte des Hauses erinnert wird. Außerdem wurden die Grundmauern aus dem Jahr 1949 freigelegt, sie sind nun der retroartige Kontrapunkt zur modernen Bar.

Baustart war Anfang April 2021, zu diesem Zeitpunkt lagen alle behördlichen Bewilligungen vor („zwei, drei Termine im Bauausschuss der Gemeinde waren dafür schon nötig“), und auch die Anrainer hatten ihr Okay gegeben. Die Fertigstellung war Ende November geplant, verzögerte sich coronabedingt aber bis 22. Dezember. „Das war nicht so schlimm, denn bis 17. waren wir eh im Lockdown“, erinnert sich Wolfgang Breitfuß.

„HOGAST HAUT SICH VOLL REIN“

Schlimmer waren die Lieferengpässe durch die Pandemie. „In so einer Situation ist man dann doppelt froh, wenn man professionelle Unterstützung hat.“ Thomas Kainz war beim Gespräch mit dem Innenarchitekten und dem Bauleiter dabei. Gemeinsam wurde festgelegt, was noch zu tun ist und wann es getan wird. „Da habe ich wieder mal gemerkt, dass sich die HOGAST für ihre Mitgliedsbetriebe voll reinhaut“, freut sich der Hotelier.

Mit dem Ergebnis der Zusammenarbeit ist er mehr als zufrieden. „Und wenn wir das Thema COVID-19 endgültig hinter uns haben, wird sich die Investition auch rechnen, da bin ich mir ganz sicher“. Vor Nachahmern fürchtet er sich nicht. „Ich denke, man kann kein Konzept 1:1 kopieren – weder auf der Ebene einzelner Hotels noch von einer Destination zur nächsten. Und selbst wenn, wir bleiben ja auch nicht stehen.“

DIE WM-PLATTFORM NUTZEN

Einen Tipp hat er aber doch parat: „Es muss nicht der limbische Ansatz sein, aber ein klares Konzept schadet beim Umbau nie.“ Ein Satz, den der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Saalbach-Hinterglemm auch mit Blick auf die alpine Ski-WM 2025 beherzigen will. „Wir hatten schon einige Sitzungen mit dem ÖSV und seiner Vermarktungsagentur. Uns ist es dabei insbesondere um die Frage gegangen, wie wir diese tolle Plattform nutzen, unseren Ort möglichst gut in Szene setzen und uns in den Köpfen von Skibegeisterten festsetzen können.“ Wird „Think Limbic“ dabei eine Rolle spielen? „Ganz bestimmt …“

An eine verstärkte Bautätigkeit vor dem Großereignis glaubt Wolfgang Breitfuß nicht. „Da geht gar nicht mehr viel mehr. Die Hoteliers und Gastronomen bei uns haben immer geschaut, dass sie ihre Betriebe gut in Schuss halten – im eigenen Interesse, aber auch im Interesse der gesamten Destination. Einen zusätzlichen Schub hat es durch die Investitionsprämie und andere Förderungen gegeben. Bei all dem geht’s aber nicht nur um die WM, denn von der Infrastruktur her könnten wir die schon morgen austragen.“

THOMAS KAINZ
Projektberatung Salzburg, Tirol, Vorarlberg
M: +43 (0)664 5888145
kainz@hogast.at

 

Titelbild: The View/Christian Woeckinger
15. März 2022
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